Isole Eolie: Stromboli, Lipari und Vulcano

2011 hat es mir auf den Äolischen Inseln so gut gefallen, dass ich im Juni 2012 gleich nochmal hin geflogen bin. Dieses Mal zusammen mit meinem Vater, der schon seit Jahren mal auf die Vulkaninseln wollte. Die Reise-Route war etwas anders als 2010, wir haben gleich mit Stromboli angefangen: Der Flug ging von München nach Catania, per Shuttle-Service sind wir nach Milazzo und per Schiff direkt auf die Insel Stromboli. Dort waren wir für drei volle Tage, danach noch zwei Tage Lipari und ein Tag Vulcano. Das Wetter war wunderbar, auf Stromboli waren wir meistens tagsüber am Strand und ab dem späten Nachmittag am Vulkan: Einmal mit einer Tour zum Gipfel und sonst an verschiedenen Aussichtspunkten an der Sciara del Fuoco. Es geht doch nichts über ein italienisches Picknick mit Blick auf einen aktiven Vulkan. Und am nächsten Tag zum Frühstück die hervorragende Zitronenmarmelade in der Albergo Brasile. Isole Eolie: Stromboli, Lipari und Vulcano weiterlesen

Costa Rica: Tenorio Nationalpark

costa_rica_2011 Am Morgen des siebten Tages wurden wir recht früh geweckt, denn eine Gruppe Brüllaffen war ganz in der Nähe vom Essence Arenal unterwegs. Nach dem Frühstück hat uns Marty, ein wahrer Kenner der lokalen Fauna und Flora, zu dem Baum geführt, den die Affenfamilie scheinbar regelmäßig aufsucht. Für Affen wirken die Blätter des Baumes berauschend und so verbringen sie den Tag im Delirium und schlafen im Baum ihren Rausch aus. Wir wollten an diesem Tag weiter in den Norden, zum Parque Nacional Volcán Tenorio. Eigentlich nur 115 Kilometer, wir waren aber 5 Stunden unterwegs. Die ersten zwei Stunden gings an der Laguna Arenal entlang bis kurz nach Aguacate, dann die 927 Richtung Tierra Morenas. Ab hier braucht man definitiv ein Allradfahrzeug, zumindest wenn man sich zwischendurch mal etwas verfährt, so wie wir. Costa Rica: Tenorio Nationalpark weiterlesen

Costa Rica: Vulkan Arenal

costa_rica_2011 Am vierten Tag unsrer Reise sind wir von Heredia zum Vulkan Arenal gefahren, genauer nach El Castillo an der Laguna de Arenal. Die Fahrt von Heredia über Ciudad Quesada und La Fortuna dauert etwa 4 Stunden (160 Kilometer) und verläuft fast durchgehend auf gut ausgebauten Straßen. Nur die letzten 10 Kilometer bis El Castillo sind eine Schotterpiste mit vielen Schlaglöchern, der allerletzte Kilometer dann auch noch steil bergauf. Mit unserem SUV kein Problem, mit einem normalen Auto braucht man vermutlich ewig. Costa Rica: Vulkan Arenal weiterlesen

Costa Rica: Heredia

costa_rica_2011Heredia liegt etwa 11 Kilometer nördlich von San José, hat 130.000 Einwohner, eine Uni und ist dank einer Chipfabrik von Intel der High-Tech-Standort in Costa Rica. Die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt, wenn man die beiden Vulkane Irazú und Poás und evtl. die Hauptstadt San José besuchen will. Costa Rica: Heredia weiterlesen

Costa Rica 2011

costa_rica_2011Von Mitte November bis Anfang Dezember 2011 waren wir drei Wochen in Costa Rica unterwegs. Nachdem nun endlich meine etwa 2000 Fotos der Reise bearbeitet sind, kann ich mich mal ans Schreiben des Reiseberichts machen.

Das ganze war eine selbst organisierte Rundreise mit dem Ziel, möglichst viele Nationalparks, Vulkane, Affen, Nasenbären und Faultiere zu sehen. Dazwischen sollten noch einige Tage am Strand zur Erholung eingebaut werden. Costa Rica 2011 weiterlesen

Isole Eolie: Vulcano

Am vorletzten Urlaubstag haben wir Stromboli verlassen und sind mit dem Aliscafo zurück nach Vulcano gefahren. Schon von Lipari aus konnten wir die „Rauchschwaden“ am Kraterrand sehen. Und spätestens wenn die Tür der Fähre sich öffnet, merkt man, was hier an vielen Stellen aus dem Boden dampft: Schwefelwasserstoff, also das was wie faule Eier stinkt und nebenbei nicht ganz ungiftig ist. Zum Glück ist die Konzentration der Gase nur an wenigen Stellen auf der Insel gefährlich (z.B. im Krater) und erstaunlicherweise gewöhnt man sich recht schnell an den Geruch.

Eine Unterkunft zu finden war auch auf Vulcano kein Problem, Urlauber waren nämlich nicht mehr viele da. Die meisten Restaurants und Hotels hatten sogar schon komplett geschlossen, über die Winterpause muss es hier wie ausgestorben sein. In der Hauptsaison gibt es mehrere große Hotel-Anlagen, allerdings frage ich mich, warum man freiwillig mehr als ein oder zwei Tage auf Vulcano verbringen sollte. An der frischen Luft kann es jedenfalls nicht liegen.

Nachmittags sind wir zum Gran Cratere hinaufgestiegen: Über Serpentinen erreicht man in etwa einer Stunde die bizarre Landschaft rund um den Krater: Gas und Dampf treten aus einem großen Fumarolen-Feld aus, an den Austrittsstellen sieht man gelbe Schwefelablagerungen. Überall liegen Gesteinsbrocken, eine Mondlandschaft, wie aus dem Bilderbuch. Aber trotzdem schön und mit einem wunderbaren Ausblick auf die Nachbarinseln. Für die beste Rundumsicht (bei gutem Wetter sogar bis zum Ätna) kann man um den Krater herumgehen und erreicht nach ca. 20 Minunten den mit 391 Metern höchsten Punkt des Gran Cratere.

Als wir abends gerade auf der Suche nach einem Restaurant waren, ist auf Vulcano für ein paar Stunden der Strom ausgefallen. Viele Restaurants waren geschlossen (wegen Saisonende) oder konnten nichts kochen (mangels Strom), deshalb mussten wir schon eine Weile suchen. Zum Glück sind wir am Ristorante „La Forgia Maurizio“ vorbeigekommen: Ein gemütliches kleines Lokal mit freundlichem Chef und – dank Gasherd – warmer Küche. Das Essen war sehr lecker, wir können das Lokal nur weiterempfehlen (Strada Provinciale 45, Telefon: 339.1379107).

Der Tag auf Vulcano war der letzte vor unserer Abreise. Am nächsten Morgen sind wir mit dem Boot zurück nach Milazzo und von dort zum Flughafen. Wir hatten eine sehr schön, abwechslungsreiche Woche auf den Äolischen Inseln und ich werde definitiv nochmal hinfahren. Diesmal im Sommer 2012, der Flug ist schon gebucht.

Isole Eolie: Stromboli, Sciara del Fuoco

Am Tag nach der Wanderung zum Krater haben wir gleich nach dem Frühstück die Dachterrasse unseres Hotels für uns entdeckt. Dort muss man sich nur entscheiden, ob man lieber den Stromboli auf der einen oder das Meer auf der anderen Seite beobachten möchte. Der Krater befindet sich vom Ort aus gesehen hinter dem Gipfel, den sieht man also nicht direkt. Nur bei größeren Eruptionen kann man eine Aschewolke aufsteigen sehen. Der Berg ist aber auch ohne das Feuerwerk ganz hübsch anzuschauen und mit etwas Glück (und einem Teleobjektiv) kann man eine Herde wilder Ziegen entdecken, die auf dem Vulkan umher spaziert. Auf der Meerseite hat man einen ausgezeichneten Blick auf Strombolicchio, eine kleine Insel aus den Überresten eines Vulkanschlotes, die etwa 1,5 Kilometer vor der Küste liegt.

Den Rat unseres Reiseführers, immer genug Bargeld mit auf die Insel zu nehmen, hatten wir leider nicht befolgt. Einfach mit Karte bezahlen ging in den meisten Läden, Restaurants und Unterkünften nicht und nach Abzug der Hotelkosten hatten wir gerade noch genug Bargeld für ein Mittagessen. Also sind wir vormittags noch zu dem einzigen uns bekannten Geldautomat der ganzen Insel marschiert (beim Supermarkt in der Via Roma). Bargeld haben wir aber leider keines bekommen, denn der Geldautomat hat nichts gemacht, außer eine italienische Fehlermeldung anzuzeigen. Wir haben dann beschlossen, unsere kritische Bargeld-Situation in einer Pizzeria mit Meerblick zu analysieren. Diese Entscheidung hat sich als goldrichtig erwiesen, denn als wir mit dem Essen fertig waren, ging auch der Geldautomat wieder. Merken für den nächsten Urlaub auf Stromboli: Immer ausreichend Bargeld mitnehmen.

Den ersten Teil des Nachmittags haben wir am Strand am nördlichen Ortsrand von Piscità verbracht. Gegen 16 Uhr sind wir dann zu einer neuen Expedition aufgebrochen. Ziel war diesmal die Sciara del Fuoco, die „Feuerrutsche“, auf der nach einer Eruption glühende Gesteinsbrocken vom Krater hinab bis ins Meer purzeln. Dorthin kann man ohne Führer wandern (bis auf 400 Meter über dem Meer) und hat einen wunderbaren Blick auf den Krater. Als Hinweg haben wir uns einen Pfad oberhalb der Ortschaft Stromboli ausgesucht. Er verläuft zunächst auf dem selben Weg wie die geführten Touren zum Gipfel, zweigt dann aber nach rechts ab. Die Wanderung kann hier als GPX-Datei heruntergeladen werden und ist unten in der Karte eingezeichnet. Das letzte Wegstück zu den Aussichtspunkten geht auf einem felsigen Pfad steil bergauf. Man sollte zumindest den Aufstieg noch bei Tageslicht hinter sich bringen und für den Rückweg im Dunkeln gute Taschen- oder Stirnlampen dabei haben.

Vom Aussichtspunkt aus hat man nicht nur einen hervorragenden Blick auf die Eruptionen und die Sciara del Fuoco, sondern auch auf einen wunderbaren Sonnenuntergang neben den Nachbarinseln Alicudi, Filicudi und Salina. Sobald es dunkel wird, kann man bei einem Ausbruch das glühende Material erkennen, das aus dem Krater geschleudert wird. Nach vielen Ausbrüchen und ganz vielen Fotos machten wir uns auf den Rückweg: Die Bar/Pizzeria L’Osservatorio bot sich dabei als Einkehrmöglichkeit an: Hier kann man sich wieder aufwärmen, das Abendessen nachholen und wer immer noch nicht genug vom Vulkan hat, der kann ein Live-Wärmebild-Video am Bildschirm verfolgen. Wenn es im Sommer abends noch schön warm ist, dann ist der Biergarten draußen sicher auch ein schöner Platz, um den Vulkan zu beobachten.

Die Wanderung zur Sciara del Fuoco auf einer OpenStreetMap-Karte:

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Isole Eolie: Stromboli

Unser zweiter Urlaubstag war leider ziemlich verregnet, aber wir haben das beste daraus gemacht: Vormittags ein Besuch in der klassischen und der vulkanologischen Sektion des Museo Archeologico Regionale Eoliano, nachmittags Besichtigung diverser Cafés und Bars am Corso. Am dritten Tag war das Wetter wieder hervorragend und wir sind schon früh morgens mit dem Aliscafo nach Stromboli gefahren (ca. 1,5 Std.).

Auch hier war es wieder kein Problem, ein Zimmer zu bekommen: Aus dem Reiseführer hatten wir uns die Albergo Brasile im Ortsteil Piscità rausgesucht. Einziger Nachteil: Es gibt vermutlich kein Hotel auf Stromboli, das noch weiter vom Hafen weg ist (zu Fuß mit Gepäck etwa 20 Minuten). Dafür gibt es eine schöne Dachterrasse mit freiem Blick zum Berg, aufs Meer und auf die kleine Insel Strombolicchio.

Gleich für den ersten Tag haben wir bei Magmatrek eine Tour zum Krater gebucht, denn seit 2002 darf man nur noch mit Bergführer bis ganz noch oben. Ohne Guide ist bei 400 Meter über dem Meer Schluss. Das Wetter war optimal für einen guten Blick auf den Krater: Kein Nebel, keine Wolken und Wind aus Nordost, der die Dampf- und Aschewolken der Krater von den Aussichtspunkten weg weht. Und das wichtigste: Eine leicht überdurchschnittliche vulkanische Aktivität.

Der Aufstieg beginnt am Nachmittag (gegen 16 Uhr) und führt in ca. 2,5 Stunden zu einem betonierten Bushäuschen auf 865 Meter Höhe, bei dem man verschwitzte Kleidung wechseln, sich warm einpacken und den Helm aufsetzen kann. Schon beim Aufstieg war es sehr windig und ganz oben auch ziemlich kalt, also unbedingt warme, winddichte Kleidung mitnehmen! Während über dem Meer die Sonne untergeht, steigt man das letzte Stück bis zum Aussichtspunkt auf 915 Meter hinauf. Von hier blickt man direkt auf die etwas tiefer liegenden Krater auf der Westseite der Insel. Bei uns waren drei Krateröffnungen aktiv und wir konnten während den 30 Minuten Aufenthalt am Aussichtspunkt mindestens sieben größere und mehrere kleine Eruptionen beobachten. Es ist schon sehr beeindruckend, wenn die rot glühenden Lavafontänen donnernd in den dunklen Nachthimmel schießen und die Brocken rund um den Krater herum auf den Boden prasseln. Dank des mitgeschleppten Stativs konnte ich davon einige hübsche Fotos machen.

Zurück in die Ortschaft geht es in finsterer Nacht, man braucht also unbedingt eine Taschen- oder Stirnlampe. Mit meiner eigens dafür gekauften Stirnlampe „Tikka² plus“ von Petzl war ich sehr zufrieden und bin es immer noch. Diese Lampen kann man im Übrigen auf Stromboli jede Nacht brauchen, denn es gibt hier keine Straßenbeleuchtung. Der Weg führt in der ersten Stunde über ein Aschefeld zügig abwärts. Kurz nach dem Aschefeld machten wir noch eine Pause, in der uns der Guide einige Sternbilder gezeigt hat. Dank der fehlenden Beleuchtung rundherum kann man auf Stromboli unglaublich viele Sterne sehen.

Isole Eolie: Lipari

Mitte Oktober ist es in Regensburg ja meistens nicht mehr ganz so warm und an manchen Tagen ist die Stadt von früh bis spät in Nebel gehüllt. Höchste Zeit für eine Woche Urlaub im Süden: Auf zu den Äolischen Inseln! Die liegen im Mittelmeer, nördlich von Sizilien und dort ist es auch im Oktober noch angenehm warm. Isole Eolie: Lipari weiterlesen