Karfreitag im Lallinger Winkel

Das schöne Wetter am Karfreitag haben wir genutzt um die erste größere Wanderung in diesem Jahr zu machen. Für die Alpen ist es noch zu früh und selbst im Bayerischen Wald liegt in den höheren Regionen noch Schnee. Also musste ein Weg gefunden werden, den man um diese Jahreszeit schon gehen kann. Gefunden haben wir einen in „Wandern im Bayerischen Wald“ (Egon M.Binder, DuMont Reiseverlag). Tour Nr. 19 beschreibt einen Rundwanderweg rund um den Lallinger Winkel mit 13 Kilometern Länge und geschätzten 5 Stunden Gehzeit. Die Tour beginnt in Lalling, etwa 15 Kilometer östlich von Deggendorf und ist wegen der Südlage bereits ab April möglich (sagt der Wanderführer). Dem können wir nur zustimmen, denn vom vielen Schnee war schon fast nichts mehr übrig. Nur zwischen Panholling und dem Gunther-Stein war wegen Waldarbeiten mit schwerem Gerät der Weg nicht so ideal und teils nicht als solcher zu erkennen. Vielleicht war das der Grund, warum wir den offiziellen Wanderweg kurzzeitig aus den Augen verloren haben und schließlich den Guntherstein von Osten aus erreicht haben. Geplant wars anders, hat aber trotzdem funktioniert. Dazu noch ein paar Fotos, viel Spaß damit.

Frühlingsanfang in Langres

Letztes Wochenende waren wir in Langres, einer kleinen Stadt zwischen Nancy und Dijon. Bekannt ist Langres als die Geburtsstadt des Schriftstellers und Philosphen Diderot. Und vielleicht auch wegen dem Käse aus dieser Stadt, der, man glaubt es kaum, Langres-Käse heißt. Als Unterkunft diente die Gîte „Le grand Séminaire“,  Diese liegt westlich von Langres an einem Hügel mit schönem Blick auf die Stadt. Die sehr freundlichen und hilfsbereiten „Vermieter“ wohnen gleich im Haus daneben.

In und um Langres gibt es ab Beginn der Touristen-Saison (Anfang März) einige Museen, Handwerksbetriebe, Brauereien und Brennereien zu besichtigen. Einen Übersichsplan dafür bekommt man beim Office de Tourisme in Langres (auch auf deutsch und englisch). Wegen des wunderbaren Wetters haben wir uns aber auf Outdoor-Aktivitäten beschränkt. Frühlingsanfang in Langres weiterlesen

Die Villa in der Toskana

Nach einem ersten Stau zwischen Bozen und Trento und mehreren weiteren Staus bis Bologna sind wir dann doch irgendwann bei unserer Villa nahe Arezzo angekommen. Erwartet hatten wir ein Haus in ruhiger Lage, mit schönen Zimmern und einem großen Pool: Unsere Erwartungen wurden übertroffen! Eine wunderbare Villa zwischen Olivenbäumen mit einer traumhaften Aussicht auf das Val di Chiana und die auf dem Nachbarhügel gelegene Ortschaft Civitella. Dieses Haus (gebucht über sonnigetoskana.de) können wir auf jeden Fall weiterempfehlen!

Bei Temperaturen über 30°C haben wir nicht gerade viele Ausflüge unternommen. Die meiste Zeit waren wir am, im oder in der Nähe des Pools. Die Nicht-im-Wasser-Zeit am Nachmittag hab ich damit verbracht, die Bibel nach Biff zu lesen (auf Empfehlung von Mr.R. aus M.), ein ziemlich lustiges Buch.

Zweimal konnten wir uns dann doch von unserem Casa trennen: Ein Nachmittag am Lago Trasimeno mit einer Schifffahrt zur Isola Maggiore und anschließend ein Abend in Perugia. Außerdem ein kurzer Ausflug nach Arezzo. Und wir haben bewiesen, dass drei Männer in weniger als 105 Minuten nach Arezzo fahren und einkaufen können, ohne etwas zu vergessen.

Am letzten Abend in unserer Villa hat uns auch hier ein Gewitter erwischt, fast so wie in Briol. Diesmal gab’s auch Hagel und einen kurzen, aber heftigen Sturm: Unser Pavillon am Pool hat’s leider nicht überlebt.

Von Briol in die Toskana

Gleich nach dem Frühstück sind wir am Samstag in Richtung Barbian gewandert, um von dort in die Toskana weiterzufahren. Diesmal gings nicht über den Wasserfall, sondern über Bad Dreikirchen und einen Trimm-Dich-Pfad auf kürzestem Weg zum schiefen Kirchturm von Barbian. Nicht nur Pisa hat ein in Schräglage geratens Bauwerk, auch Barbian verfügt über eine solche baumeisterliche Glanzleistung.

Zu unserem Zimmer in Briol wurde bisher ja noch gar nichts erwähnt. Das will ich jetzt nachholen: Untergebracht waren wir nicht im Haupthaus, sondern in der etwa 10 Minuten talabwärts liegenden „Dependance“. Die Zimmer sind schlicht, aber sehr schön eingerichtet. Ich denke das entspricht genau dem Stil der Zimmern im Haupthaus. Kanne und Blechschlüssel ersetzen das Waschbecken im Zimmer, fließend Wasser (inkl. einer sauberen Dusche) gibt’s nur am Gang. Wir hatten einen Balkon nach Osten und konnten übers Eisacktal hinweg die gegenüberliegenden Berge sehn (jedenfalls das, was nicht vom Bäumen verdeckt wurde). Zwei Nachteile hat das Nebenhaus: Um zum Frühstück zu gelangen, muss man erstmal 10 Minuten recht steil den Berg hinauf. Und wenn es abends um etwa zehn vor sieben zu regnen beginnt, muss man trotzdem raus: Denn das Essen wird pünktlich um sieben serviert. Wir hatten Glück: Das Gewitter hat am Freitag abend erst richtig begonnen, als wir schon wieder zuhause waren. Begleitet wurden wir beim Abstieg nach dem Essen von einer recht anschmiegsamen Katze, die wohl schon vorher wusste, dass wir sie mit Schinken füttern, wenn Sie bis zur Depandance neben uns her läuft.

Von Briol zum Rittner Horn

An unserem ersten kompletten Tag sind wir von Briol aus zum Rittner Horn gewandert. Auch hier war der Weg einwandfrei beschrieben. Wir hatten zwar eine Wanderkarte (Tabacco Nr. 40, Sarntaler Alpen), aber die ausgedruckten Karten von suedtirol.info (sehr nützlicher Tourenplaner) hätten auch gereicht. Die Tour war wesentlich weniger anstrengend als der Tag zuvor, was zum einem an der geringeren Steigung, hauptsächlich aber am deutlich leichteren Gepäck lag. Nach genau 3 Stunden und 950 Höhenmetern haben wir den Gipfel erreicht, von dem aus man eine beeindruckende, weite Aussicht hat.

Oben am Gipfel haben wir dann zum ersten Mal an diesem Tag andere Wanderer getroffen. Die meisten hatten offensichtlich den einfachen Weg genommen und waren mit der Seilbahn von Pemmern aus bis 200 Höhenmeter unterhalb des Gipfels gefahren.

Auf den Bänken vor dem Rittner-Horn-Haus, kann man dann die Aussicht genießen und – ganz wichtig – Brotzeit machen. Die Marillenknödel können wir auf jeden Fall empfehlen, auch wenn ich nicht sicher bin, ob es die täglich gibt (standen nicht auf der Karte, sondern nur angeschrieben auf einer Tafel).

Während wir auf unsere Marillenknödel gewartet haben, hat es leicht zu regnen begonnen, so dass wir uns nach dem Essen recht zügig wieder auf den Weg nach unten gemacht haben. Wegen der etwas unsicheren Wettersituation sind wir den gleichen Weg wieder ins Tal gegangen, da es dort immer mal wieder Almhütten gab, bei denen wir uns hätten unterstellen können. Das Wetter hat aber gehalten, so dass wir nach unter 2 Stunden wieder in Briol waren.

Abends gab es wieder ein sehr leckeres Menü: Zur Vorspeise ein griechischer Salat, danach eine Kartoffel-Sellerie-Suppe. Als Hauptspeise gab es Tagliatelle mit Lachs und Rucola und als Nachspeise Eis. Nachts gab es dann das heftigste Gewitter, dass ich bisher erlebt habe: Nur ein paar Sekunden zwischen den Blitzen, die das Zimmer taghell erleuchteten und Donner, von denen die Türen und Fenster im ganzen Haus gewackelt haben.

Südtirol und Toskana – Barbian und Briol

Zwei Wochen Urlaub haben wir dazu genutzt, nach Südtirol und in die Toskana zu fahren. Einige Fotos und andere Infos folgen in den nächsten Tagen.

Das erste Ziel unserer Reise war die Pension Briol, die etwas oberhalb der Ortschaft Barbian liegt. Statt der kurzen Route über Dreikirchen sind wir über die Barbianer Wasserfälle aufgestiegen. Das Auto haben wir am südlichen Ende von Barbian direkt an der Hauptstraße geparkt. Von da aus ging es auf gut ausgeschildertem Weg Richtung „Unterer Wasserfall“. Dort beginnt dann der schwierige Teil des Aufstiegs, für den man auf jeden Fall gescheites Schuhwerk braucht. Hier macht es sich dann auch bezahlt, wenn man sparsam gepackt hat und jetzt nur wenig Gepäck hochschleppen muss. Wir hatten nicht ganz so sparsam gepackt…

Die Wasserfälle sind den weiteren Weg und den anstrengenderen Aufstieg auf jeden Fall wert. Verteilt über acht Felsstufen stürzt das Wasser 200 Meter nach unten, allein beim Unteren Wasserfall sind es 85 Meter. Ob das auf den Informationstafeln angepriesene Heilklima tatsächlich eine heilende Wirkung hat, konnten wir mangels Krankheit nicht feststellen. Aber angenehm kühl war es in der Nähe des Wasserfalls, was bei etwa 28 Grad sehr willkommen ist.

Hat man auch den oberen Wasserfall hinter sich gelassen, ist es nur noch ein kurzer Spaziergang von etwa 20 Minuten bis Briol. Insgesamt haben wir für den Weg knapp unter 3 Stunden gebraucht. Mit weniger Gepäck und etwas Übung sollte das aber in der halben Zeit zu schaffen sein.